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An die Ausstecher, fertig, los!

Rezept ausreichend für zwei bis drei Bleche

– 280 g Butter, zimmertemperiert

– 225 g Zucker (ich bevorzuge braunen Zucker damit es nicht ganz so süß wird☺)

– 1 Ei (Größe L)

– ½ TL Aroma, ich nehme gern klares Vanillearoma von LorAnn

– 560 g Mehl

– 3 EL Backkakao

– ½ TL Backpulver

– ½ TL Salz

Die Menge an Salz mag ungewöhnlich sein, durch den Puderzucker in der herrlich süßen Glasur, gleicht sich beides allerdings wieder aus.

 

 

Was Ihr außerdem noch benötigt:

– Küchenmaschine oder Handmixer und eine Waage

– Ausstecher in Herz- und Sternenform

– Rollholz

– Backpapier (die Profis verwenden hier natürlich Dauerbackfolie)

– Frischhaltefolie

– 4x Spritzbeutel ( Ein- oder Mehrweg)

– 4x 1mm Lochtüllen

– 2x kleine Schüsselchen

– Löffel

– Pasten-Lebensmittelfarbe

– Zahnstocher oder die Scriber Needle

 

Skandinavische Grüße aus der Keksdose

Oder „Wie der Knopf auf den Keks kam.“

 

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Endlich ist es wieder soweit…Weihnachten steht vor der Tür und die Plätzchen-Bäckerei ist eröffnet! Wer dieses Jahr mal etwas ganz Anderes und Sensationelles ausprobieren möchte, ist mit dem ‚Cookie Decorating‘ trendmäßig ganz vorn dabei.

 

Die  Auswahl der Motive, Farben und Ausstecher ist riesig und Anfänger wie aber auch fortgeschrittene Keksbäcker können in der Weihnachtszeit zeigen, was in ihnen steckt. Seit mittlerweile einem dreiviertel Jahr bewundere ich nun schon die ‚Cookie Künstler‘ aus den USA, probiere neue Techniken aus und freue mich jedes Mal an den zuckersüßen Resultaten aus Keks und Puderzucker-Glasur.

 

Zu Weihnachten macht das Ganze noch einmal doppelt so viel Spaß und versüßt die Vorbereitung auf das Fest. Viele kleine Päckchen mit niedlichen und bezaubernden Plätzchen werden sich pünktlich zur Adventszeit auf den Weg zu meinen liebsten Freunden und meiner Familie machen.

 

Mit diesem Tutorial möchte ich Euch zeigen, wie man mit nur zwei Farben die Kekswelt ein kleines Stückchen bunter machen kann. Lasst Euch von der Länge der Anleitung nicht abschrecken…ich beschreibe einfach nur gern jeden Schritt ausführlich damit nichts schief geht!

 

Wer möchte und sich mit dem ‚Cookie Decorating‘ schon einmal befasst hat, kann auch einfach die Fotos auf sich wirken lassen. 🙂

 

Mehl + Zucker + Butter = Lecker !

  1. Butter und Zucker  mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine cremig schlagen.
  2. Sobald kaum noch Zuckerkristalle zu erkennen sind, das Ei dazugeben.
  3. Das Aroma Eurer Wahl zufügen.
  4. Nun das gesiebte Mehl, das Salz und das Backpulver hinzugeben und vorsichtig aber sorgfältig vermengen.

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  1. Die Masse nicht zu lange rühren….sobald sich alle Zutaten vermengt haben, ist der Teig fertig.
  2. Den Keksteig in 3 Portionen teilen.
  3. Zwischen zwei Lagen Backpapier -oder besser noch zwischen zwei Dauerbackfolien-  ausrollen. Das Backpapier erleichtert Euch das Ausrollen des Teiges ungemein. Sollte er noch etwas krümelig sein, einfach zusammen kneten und dann ausrollen. Durch den hohen Anteil an Butter geht das super einfach. Diesen Schritt mit den anderen beiden Portionen wiederholen.
  4. Nun die drei Teiglagen mit dem Backpapier für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen. Das ist sehr wichtig da die die Kekse sich dann viel besser ausstechen lassen.

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In der Zwischenzeit könnt Ihr es Euch mit einem Tässchen Tee, ein paar Zeitschriften oder dem Wunschzettel eurer Liebsten  auf dem Sofa bequem machen.

 

Backe, backe … Keks!

Nach einer Stunde im Kühlschrank ist der Keksteig fest genug um weiter verarbeitet zu werden.

  1. Die Motive, in diesem Fall Sterne und Herzen in verschiedenen Größen, ausstechen.
    Da der Teig schön kalt ist, bleibt er in der Regel im Ausstecher hängen und lässt sich so super auf das, mit Backpapier oder einer Silikonmatte ausgelegtem, Backblech transportieren.Kleiner Tipp am Rande: Die Anschaffung einer Dauerbackfolie kann ich nur empfehlen! Spart Geld und schont die Umwelt!!!
  1. Solltet Ihr beim Ausstechen dennoch Probleme  haben, hilft ein wenig Mehl. Tunkt den Ausstecher vorher in etwas Mehl und der Teig lässt sich bequem aus dem Förmchen lösen.
  2. Zwischen den ausgestochenen Keksen  ein klein wenig  Abstand  von ca. 2 bis 3 cm lassen. Die Kekse backen so im Ofen nicht zusammen.
  3. Bevor es weiter  geht, müssen die Plätzchen allerdings noch einmal für 10 bis 30 Minuten in den Kühlschrank. Hierdurch behalten die Kekse beim Backen ihre Form und laufen an den Rändern nicht aus. Das wäre sonst besonders bei filigranen und detaillierten Formen ärgerlich.
  4. Den Ofen nun auf  190°C bei Ober- und Unterhitze oder auf  175°C bei Umluft vorheizen. Die Kekse ungefähr für 8 bis 12 Minuten backen. An den Rändern sollten sie langsam eine goldbraune Färbung annehmen.
  5. Auf einem Kuchengitter die fertigen Cookies auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

 

Für das Icing braucht Ihr  folgende Zutaten:

440 g Puderzucker

3 EL Meringue ( Eiweisspulver)

6 EL warmes Wasser (Zitronensaft geht natürlich auch, ABER dann wird es nicht so schön weiß!)

Wer möchte kann zusätzlich noch etwas Aroma  hinzugeben.

Sweden meets the Amerika

Bis hierhin war das ja alles noch nicht Neues…das kommt jetzt!

 

Für das klassische ‚Cookie Decorating‘, wie es die Amerikaner schon seit Jahren beruflich (!) und hobbymäßig betreiben, ist die Puderzuckerglasur, sprich das Icing, existentiell.

 

Und so geht’s:

  1. Puderzucker und das Eiweisspulver sieben.
  2. Mit dem Wasser und dem Aroma am besten mit einer Küchenmaschine auf mittlerer Stufe vermengen. Mit dem Handmixer geht es natürlich auch…dauert nur etwas länger und ist ‚etwas‘ anstrengender da die Masse mindestens 10 Minuten geschlagen werden muss bis sie eine steife Konsistenz hat.

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  1. Vier Spritzbeutel mit Adapter und vorbereiten, außerdem vier Stück Frischhaltefolie zurecht schneiden und bis zur weiteren Verwendung zur Seite legen.
  2. Das aufgeschlagene Icing in zwei Portionen teilen.
  3. Eine der Portionen mit roter Lebensmittelfarbe (ich verwende hier die Pastenfarben von RAINBOW DUST) einfärben.

Ich habe das rote Icing mit 3 Tröpfchen der Farbe RED, 1 Tröpfchen der Farbe TERRACOTTA und 1 Tröpfchen der Farbe LIGHTGREY angemischt.

  1. Nun am besten mit einer Sprühflasche ein paar Spritzer Wasser zum Icing geben.

Direkt aus dem Wasserhahn geht das natürlich auch, allerdings sind mir dabei schon kleinere Unfälle geschehen (das Icing ist zu flüssig geworden), so dass ich mittlerweile auf dieses kleine Utensil nicht mehr verzichten möchte.

  1. Die Masse sollte nur ein klein wenig geschmeidiger werden, aber nicht unbedingt viel flüssiger. Die Konsistenz ist ähnlich wie der von Zahnpasta.
  2. Nun ein Stück Frischhaltefolie zur Hand nehmen. Hierdrauf ca. ¼ des roten Icings geben. Die beiden überliegenden Seiten der Folie einschlagen und an den beiden Enden die Folie mit dem Icing zusammen drehen.

So kann die Masse nun wunderbar in den Spritzbeutel gegeben werden und man spart später Abfall und Abwasch, indem nur die Folie aus dem Beutel und nicht der komplette Beutel entsorgt werden muss.

  1. Durch die Spitze des Beutels und dem eingelegtem Adapter eine Seite der Folie ziehen, den Beutel mit einem Gummiband oder einem Klipper verschließen.

Ich achte hierbei übrigens immer darauf, dass ich den verschiedenen Icing Klipper in den gleichen Farben zu teile, d.h. die 20-second-Icings haben große grüne Klipper und die Stiff-Icings haben kleine lila farbene Klipper. So verwechsele ich die Spritzbeutel nicht.

  1. An der Spitze des Beutels das eine Ende der Folie durch ziehen und soweit wie nötig abschneiden. Eine 0er oder 1er Lochtülle darauf setzten und mit dem Gegenstück des Adapters verschließen.

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Fertig ist Icing Nummer Eins!

 

  1. Das restliche rote Icing nun wieder mit einigen Spritzern Wasser verlängern. Hier benötigt man ein paar Spritzer mehr.

Sobald ihr eine Masse von der Konsistenz ähnlich wie Honig verlängert habt ist es genau richtig. Man nennt dies 20-Second-Icing. Jenes eignet sich super um große und kleine Flächen auszufüllen.

 

Mit diesem Icing arbeite ich am liebsten…es lässt sich super verteilen und trocknet ebenmäßig.

 

Bevor Ihr fragt…Warum heißt es denn 20-second-Icing? Ganz einfach: Wenn man mit einem Löffel eine Schneise durch die Masse zieht und die Sekunden zählt bis die Schneise wieder geschlossen ist sollte innerhalb von 20 Sekunden die Oberfläche des Icing wieder eben sein.

 

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  1. Sobald die richtige Konsistenz angerührt ist, könnt Ihr die Glasur auf die Frischhaltefolie geben und wie in Schritt 8 und 9 verfahren.
  2. Für das weiße Icing wiederholt Ihr einfach die Schritte 6 bis 11 und schon kann es an das Verzieren der knusprigen Plätzchen gehen.

 

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  1. Mit dem rotem 20-second-Icing drei kleine Rauten auf den Stern malen und ausfüllen. Die Spitze der Tülle sollte hierbei den Keks nicht berühren eher ein paar Millimeter darüber ‚schweben‘. So lässt sich die Kontur besser ziehen.
  2. Anschließend die Rauten mit dem gleichen Icing ausmalen.
  3. Mit einem sauberen Zahnstocher können kleine Unebenheiten ausgeglichen werden. Die Form des Kekses und der Guss können so wunderbar ausgebessert werden.
  4. Die vorbereiteten Kekse bis zum weiteren Schritt zur Seite legen…insgesamt sollten die Sterne nun mindestens 30 Minuten trocknen bis es weiter geht.
  5. Jetzt sind die Herzen an der Reihe. Hier nun die Kontur des Herzens mit dem 20-second-Icing nachziehen und anschließend ausfüllen. Die Glasur wieder mit einem sauberen Zahnstocher ebenen. Die Herzen sollten mindestens 8 Stunden, gern auch über Nacht, trocknen können.

 

Das Backen und Verzieren der Kekse kann man super über zwei Tage verteilen.

 

Ich backe die Kekse meistens schon einen Abend vorher und male alle Flächen aus, die bis zum nächsten Schritt komplett trocken sein müssen. Am nächsten Tag geht es dann mit der Feinarbeit weiter. 🙂

 

Gerade in der dunklen Jahreszeit ist dies eine ungemein gemütliche und entspannende Tätigkeit. Die einen malen wunderschöne Bilder auf Leinwand und ich ‚bepinsel‘ Kekse!

 

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  1. Nun die Sterne weiter ausmalen, hierfür wieder kleine Rauten ziehen. Diesmal allerdings mit dem weißen 20-second-Icing. Die Kekse bis zum nächsten Schritt wieder 30 Minuten trocknen lassen.
  2. Jetzt wird genäht :)….für den Knopf in der Mitte des Sterns mit dem Stiff-Icing einen Kreis mit vier kleinen Löchern ziehen. Den Knopf ausmalen und eventuell wieder mit dem Zahnstocher nacharbeiten. Diesen Schritt bei allen Sternen wiederholen.
  3. Mit dem weißen Stiff-Icing könnt ihr nun die Knopflöcher über Kreuz mit einem ‚Faden vernähen‘.

 

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Ein tolles Detail, welches sich so schnell umsetzten lässt. Ich staune selbst immer wieder, wie simple und effektvoll manche Handgriffe beim Cookie Decorating sind.

 

  1. Nach weiteren 20 Minuten können nun zwei Ringe übereinander auf den Knopf gezogen werden. Die beiden Schichten vermischen sich und ein toller 3D-Effekt entsteht.
  2. Abschließend könnt Ihr nun abwechselnd mit dem roten und weißen Stiff-Icing Ziernähte auf den Rauten malen.

 

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Und fertig sind die Sterne!

 

  1. Für die Verzierung der Herzen solltet Ihr euch eine feine Hilfslinie mit einem kleineren herzförmigen Ausstecher zeihen. Hierfür den Ausstecher mittig auf das getrocknete Icing setzten und die Innere Kontur vorsichtig mit einem Zahnstocher nachziehen.
  2. Innerhalb des Umrisses könnt Ihr nun Linien ziehen und diese mit einander verbinden und kleine Pünktchen an die Linien setzten. Auf den Fotos kann man das Muster gut erkennen.

 

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  1. Abschließend wird der Rand verziert. Dafür zwei Konturen mit dem Icing ziehen und diese ebenfalls mit einer verbinden und kleine Pünktchen setzten.
  2. Sind sie nicht hübsch, diese zuckersüßen Kekse? Mit den Plätzchen im Norweger-Muster wird die Weihnachtszeit stimmungsvoll eingeläutet und spätentens nach den ersten Begeisterten Ausrufen Eurer Freunde und Familie wird der Ofen für den nächsten Schwung bunter Weihnachtskekse angeschmissen.

 

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Viel Spaß beim Nachbacken!

Mit zuckersüßen Grüßen,

Janine

 

 

 

 

 

 

 

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