Dem ein oder anderen ist dieser Fachbegriff bestimmt schon einmal ‚über den Weg gelaufen‘. Ich war am Anfang ehrlich gesagt ein wenig eingeschüchtert… wenn man sich in der Lebensmittelindustrie umschaut, werden einem diese AZO Farbstoffe nur so um die Ohren geschleudert und es fällt einem schwer einzuordnen ob man diesen Farben lieber aus dem Weg gehen möchte oder sie ganz einfach akzeptiert.

 

Ich seh‘ den Wald vor lauter Farben nicht…

Ich habe mal ein wenig im Netz recherchiert und folgende offizielle Bedeutungen zusammen getragen.

 

„Die EU-Kommission beauftragte am 25. März 2010 die EFSA (European Food Safety Authority), eine neuerliche gesundheitliche Bewertung fraglicher Azofarbstoffe vorzunehmen. Seit dem 20. Juli 2010 müssen Lebensmittel, die die Azofarbstoffe Tartrazin (E 102), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Allurarot (E 129) oder Cochenillerot A (E 124) enthalten, in der Europäischen Union mit dem gesonderten Warnhinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen“ gekennzeichnet werden.“

 

…heißt also?

Generell lässt sich sagen dass diese Zusatzfarbstoffe, die mit E-Nummern gekennzeichnet sind, in geringen Mengen als unbedenklich gelten. Jedoch sollte man den ADI (freiübersetzt: täglich duldbare Aufnahme) nicht überschreiten. Risikobehaftete Menschen, wie zum Beispiel Allergiker gegen Salicylsäure (wie in Aspirin enthalten) sollten von dem Verzehr von Lebensmitteln, die mit AZO Farbstoffe eingefärbt sind, absehen.

 

Hui…das ist mal jede Menge Input. Naja, ich denke dass jeder Bäcker und jede Bäckerin selbst entscheiden können ob er Keksteig, Puderzuckerglasur oder Marzipan mit AZO haltigen Farben einfärben möchte. Man kann selbstverständlich darauf verzichten und mit Karotte, Spinat & Co. färben was das Zeug hält, allerdings setzt dies ein paar mehr Arbeitsschritte voraus.

 

Bei der New Yorker Bloggerin Raiza von ‚Dulce Delight‘ habe ich eine super Anleitung gefunden wie man tolle Pastenfarbe auf natürlichem Wege herstellen kann. Sobald ich ein wenig Zeit habe, werde ich dies auf jeden Fall ausprobieren und davon berichten. Solange färbe ich meine Icings für meinen bunten Cookies allerdings noch mit Pastenfarben ein.

 

Alternativ dazu hat PME eine flüssige Lebensmittel Farbe auf den Markt gebracht, die 100 % natürlich ist. Bei der Herstellung wurde komplett auf den Zusatz der AZO Farbstoff verzichten. Einziger Nachteil…eine große Auswahl an Farben gibt es noch nicht. Eine breite Farbpalette lässt sich heutzutage nur mit der Zugabe von AZO Farbstoffen anbieten.

 

Allerdings und als kleines Fazit vorweg: Meinen Freunden und mir geht es nach dem Verzehr von mindestens drölfzigtausend Keksen, mit bunten AZO Haltigen Glasuren, immer noch gut. 🙂

 

Achtung.!…jetzt kommt Fachjargon

Für alle die es ganz genau wissen möchten…..folgt nun ein kleines Was-ist-Was der AZO Farben.

 

gelbE 104 oder auch Yellow 2, 3 & 13 genannt

  • ADI‑Wert: 0,5 mg/kg Körpergewicht
  • Chinolingelb kann bei entsprechend veranlagten Menschen allergische Symptome (Pseudoallergie) auslösen. Dies betrifft insbesondere Allergiker und Menschen mit Asthma.

 

E 102 oder auch Yellow 4 & 5 genannt

  • AZO Farbstoff
  • ADI‑Wert: 7,5 mg/kg Körpergewicht
  • Tartrazin gilt als unbedenklich.
  • Wegen seiner chemischen Struktur kann es jedoch bei entsprechend veranlagten Menschen allergische Symptome (Pseudoallergie) auslösen. Insbesondere, wenn bereits eine Allergie gegen Salicylsäure und ihre Abkömmlinge besteht, kann es zu Symptomen auf der Haut oder an den Atemwegen kommen.
  • Die so genannten Salicylate finden sich in Aspirin (Wirkstoff Acetylsalicylsäure) sowie natürlicherweise in Ananas, Apfelsinen, Aprikosen, Erdbeeren, Grapefruit, Himbeeren, Honig, Johannisbeeren (rot und schwarz), Weintrauben und Zitronen. Auch Personen, die empfindlich auf Benzoesäure (E 210) reagieren oder unter Asthma leiden, können pseudoallergisch auf Tartrazin reagieren.
  • Im Zuge der Neubewertung von E 102 bestätigte die EFSA im Jahr 2009, dass Tatrazin bei bestimmten Menschen Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen kann. Änderungen der Zulassung oder des ADI-Wertes wurden jedoch nicht beschlossen.

 

E110 oder auch Yellow 3 & 6 genannt

  • AZO Farbstoff
  • ADI‑Wert: 1 mg/kg Körpergewicht
  • Gelborange S kann bei entsprechend veranlagten Menschen allergische Symptome (Pseudoallergie) auslösen. Insbesondere, wenn bereits eine Allergie gegen Salicylsäure und ihre Abkömmlinge besteht, kann es zu Symptomen auf der Haut oder an den Atemwegen kommen.
  • Die so genannten Salicylate finden sich in Aspirin (Wirkstoff Acetylsalicylsäure) sowie natürlicherweise in Ananas, Apfelsinen, Aprikosen, Erdbeeren, Grapefruit, Himbeeren, Honig, Johannisbeeren (rot und schwarz), Weintrauben und Zitronen. Auch Personen, die empfindlich auf Benzoesäure (E 210) reagieren oder unter Asthma leiden, können pseudoallergisch auf Gelborange S reagieren.

 

rotE122 oder auch Azorubin / Red 3 genannt

  • AZO Farbstoff
  • ADI‑Wert: 4,0 mg/kg Körpergewicht
  • Azorubin kann bei entsprechend veranlagten Menschen pseudoallergische Reaktionen auslösen. Insbesondere, wenn bereits eine Allergie gegen Salicylsäure und ihre Abkömmlinge besteht, kann es zu Symptomen auf der Haut oder an den Atemwegen kommen.
  • Die so genannten Salicylate finden sich in Aspirin (Wirkstoff Acetylsalicylsäure) sowie natürlicherweise in Ananas, Apfelsinen, Aprikosen, Erdbeeren, Grapefruit, Himbeeren, Honig, Johannisbeeren (rot und schwarz), Weintrauben und Zitronen. Auch Personen, die empfindlich auf Benzoesäure (E 210) reagieren, können pseudoallergisch auf Azorubin reagieren.
  • Im Zuge der Neubewertung von E 122 im Jahr 2009 sah die EFSA keinen Anlass, etwas an der Bewertung oder der Zulassung von Azorubin zu ändern.

 

E124 oder auch Red 18 genannt

  • AZO Farbstoff
  • ADI Wert: 0,7 mg/kg Körpergewicht
  • Cochenillerot A kann bei entsprechend veranlagten Menschen allergische Symptome (Pseudoallergie) auslösen. Insbesondere, wenn bereits eine Allergie gegen Salicylsäure und ihre Abkömmlinge besteht, kann es zu Symptomen auf der Haut oder an den Atemwegen kommen.
  • Die so genannten Salicylate finden sich in Aspirin (Wirkstoff Acetylsalicylsäure) sowie natürlicherweise in Ananas, Apfelsinen, Aprikosen, Erdbeeren, Grapefruit, Himbeeren, Honig, Johannisbeeren (rot und schwarz), Weintrauben und Zitronen. Auch Personen, die empfindlich auf Benzoesäure (E 210) reagieren oder unter Asthma leiden, können pseudoallergisch auf Cochenillerot A reagieren.

E129 oder auch Red 17 genannt

  • AZO Farbstoff
  • ADI‑Wert: 7 mg/kg Körpergewicht
  • Allurarot steht im Verdacht, bei entsprechend veranlagten Menschen pseudoallergische Reaktionen auslösen zu können. Insbesondere, wenn bereits eine Allergie gegen Salicylsäure und ihre Abkömmlinge besteht, könnte es zu Symptomen auf der Haut oder an den Atemwegen kommen.
  • Die so genannten Salicylate finden sich in Aspirin (Wirkstoff Acetylsalicylsäure) sowie natürlicherweise in Ananas, Apfelsinen, Aprikosen, Erdbeeren, Grapefruit, Himbeeren, Honig, Johannisbeeren (rot und schwarz), Weintrauben und Zitronen. Auch Personen, die empfindlich auf Benzoesäure (E 210) reagieren, könnten pseudoallergisch auf Allurarot reagieren.
  • Im Zuge der Neubewertung von E 129 im Jahr 2009 sah die EFSA keinen Anlass, etwas an der Bewertung oder der Zulassung von Allurarot zu ändern.

 

blauE132 oder auch Blue 2 genannt

  • ADI‑Wert: 5 mg/kg Körpergewicht
  • Indigotin gilt als unbedenklich. Es wird größtenteils unverändert ausgeschieden.
  • In Fütterungsversuchen an Mäusen ergaben sich Hinweise darauf, dass aus Indigotine in Gegenwart von Natriumnitrit Nitrosamine werden. Bisher gibt es keine vergleichbaren Studien am Menschen.

 

E133 oder auch Blue 1 genannt

  • ADI‑Wert: 6 mg/kg Körpergewicht
  • Brillantblau FCF gilt als unbedenklich. Der größte Teil des Farbstoffs wird unverdaut ausgeschieden.

 

So…das war’s. Noch Fragen?

 

Mit zuckersüßen Grüßen,

Janine

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